Auswahl der News




News 7...........................................Neues Landesfischereigesetz
News 6.........................................2011 Superflom an der Gaula
News 5..............................................2011 News aus Dänemark
News 4..............................................Neuigkeiten aus Norwegen
News 3.........Erfreuliches zu MeFo und Lachs in Schleswig Holstein
News 2..........................Abscheuliche Gräueltaten in Eckernförde
News 1......................................................Endlich fertig gestellt



Schönheit
Schönheit aus Norddeutschland



News


Neues Fischereigesetz für Schleswig-Holstein

Achtung, mit der Veröffentlichung am 25. Nov. 2011, ist in Schleswig-Holstein das neue Fischereigesetz (in der Fassung vom 26.10.2011) in Kraft getreten. Es gibt einige Neuerungen und wesentliche Verschlechterungen für Angler aus anderen Bundesländern.

Nach §29 müssen jetzt Gäste aus anderen Bundesländern, trotz gültigem Fischereischein, zusätzlich eine Fischereiabgabemarke für Schleswig-Holstein erwerben. Da man aber noch nicht weiss, wo diese Marke hin geklebt wird, bastelt man noch an einer Durchführungsverordnung. Schauen wir doch einmal, wie viele Touristen Schleswig-Holstein dadurch verlieren wird.

In §39 wird besonders auf Catch & Release verwiesen, was hiermit zu
Catch & Kill verkommt. Dabei ist es nach dem Wortlaut des Entwurfes verboten:


"Das Fischen mit der Handangel, das von Vornherein auf das Zurücksetzen von gefangenen Fischen ausgerichtet ist (Catch & Release)"

Wer dagegen verstösst, kann nach §46 als Ordnungswidrigkeit mit hohen Strafen belegt werden.

catch and release
In Dänemark legal und gerne gesehen, C&R

Das Gesetz verlangt also die Tötung aller massigen Fische, auch wenn es sich
um so stark gefährdete Arten wie Salmoniden handelt. Müssen wir Angler uns denn wirklich diesen unsinnigen Gesetzen beugen ? Getötete Fische nehmen nicht mehr an der Arterhaltung teil. Es sollte doch jeder verantwortungsvolle Fischer selbst entscheiden dürfen, was mit dem Fang passiert.

Das Ganze hat doch nichts mit Tierquälerei zu tun, denn dieses wird an ganz anderen Stellen erledigt. Da sollte man lieber das Aufspiessen von Würmern verbieten, die dann auch noch von den Fischen tief verschluckt werden und beim Lösen der Haken unnötig verletzt werden. Da hätte man lieber generell widerhakenloses schonendes Fischen einführen sollen, sowie sämtliche lebenden Naturköder verbieten sollen.

Die Tierschutz-Gesetze sind in Bezug auf Angeln masslos übertrieben und da wo es
wirklich auf den Schutz der Tiere ankommt, wird fast nichts getan. Man denke da nur an die Legebatterien und Tiertransporte bzw. Tierversuche. Auf der Welt wird schon genug getötet, warum müssen wir nun auch noch jeden Fisch umbringen.


Was sind das nur für Schreibtischtäter die sich so einen Murks ausdenken?

Warum muss eine im Herbst im Meer gefangene gefärbte Meerforelle zurückgesetzt werden und warum muss eine grosse gefärbte Meerforelle, die bereits ausgeprägten Laichansatz hat und im Fluss gefangen wird, totgeschlagen werden ? So ein Fisch ist doch in der Lage mehrere Tausend Brütlinge zu erzeugen und für die Erhaltung der Population äusserst wichtig. Oder warum im Frühjahr eine von den Laichplätzen zurück wandernde Meerforelle, dünn wie ein Fahrradschlauch, warum diesen für den Genuss nicht brauchbaren Fisch killen ?

catch and release
Muss man solche gefärbten Fische während der gesetzlichen Fangzeit wirklich töten ?


Wir brauchen wirklich keine Catch & Kill Verordnung, denn Angler sind sich durchaus bewusst was sie tun und behandeln ihren Fang mit Respekt.

Ich bin der Meinung, das freiwillige Zurücksetzen einer auf dem Rückzug befindlichen
Fischart ist eine gute Geste und eher ein Beitrag zum Umweltschutz und der Fischhege. C&R muss wie in anderen Ländern legalisiert werden. So ist es z.B. in Dänemark, wo ich die meiste Zeit Fischen gehe, ausdrücklich erwünscht und gerne gesehen, eine gefährdete Fischart wie Bachforelle oder Äsche zurückzusetzen. In Skandinavien, England, Schottland, Kanada usw. ist es überhaupt kein Thema, sondern zum Teil Pflicht C&R zu betreiben.

Es ist doch krank, wenn man eine Fischart fängt, die man gar nicht haben will und dann per Gesetz töten muss. Vielleicht mag man diesen Fisch auch gar nicht essen und er würde deshalb vielleicht auf dem Müll landen. Man könnte natürlich auch den Verantwortlichen dieses unnötigen Gesetzes die gefangenen Fische zum Verzehr zuschicken und damit einer sinnvollen Verwendung zuführen. Ist dieses alles wirklich so gewollt ? Da ist es doch bestimmt besser, diesen Fisch weiter schwimmen zu lassen.

catch and release
Massig aber gefärbt - in Dänemark entscheidet der Fischer selbst

Für mich lässt aber der zitierte Wortlaut "von Vorherein" doch Spielraum zur Auslegung, denn von Vornherein möchte ich immer Fische für den Verzehr fangen. Und sollte mir einmal ein vom Reiher angepiekter Fisch an die Angel gehen, würde ich ihn bestimmt nicht totschlagen, solange er lebensfähig ist, aber für die Küche zu unappetitlich aussieht.

Wenn mir einmal zufällig ein Fisch beim Landen wieder aus den Händen glitscht, kann ich leider auch nichts dafür. Ich fühle mich dabei nicht als Gesetzesbrecher sondern eher als Naturschützer der um die Bestände besorgt ist. Jeder ist irgendwo Gesetzesbrecher, denn wer hält schon beim Autofahren die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Km/h in der Stadt ein.

catch and release
In Dänemark gerne gesehen, C&R

Jagen und Fischen sind die Urinstinkte des Menschen und haben ihre Berechtigung zur Nahrungsbeschaffung. Ein Jäger geht auch ohne Tötungsvorsatz mit seiner Flinte in den Wald. Ich pirsche auch mit meiner Rute am Wasser entlang, ohne den Vorsatz, fette Beute zu machen. Aber es sind nicht immer alle Fische, die gerade das vorgeschriebene Mindestmass erreicht haben, wert getötet zu werden.

Man kann nur hoffen, das dieser Tötungs-Paragraf in Zukunft wieder verschwindet und jeder mündige verantwortungsvolle Angler selbst über einen vernünftigen Grund des Zurücksetzens entscheiden kann, ohne hier gleich kriminalisiert zu werden.

Weitere Infos gibt es hier ............ Änderungen im LFischG



Quelle: Internet

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Superflom an der Gaula

Am frühen Morgen des 16. August 2011 wurden die Menschen im Gauldal, besonders im Bereich Winsnes, Singsås und Haltdalen, von einem Superflom im Schlaf überrascht. Am frühen Morgen gegen 5:30 Uhr erreichte der Wasserpegel am Eggafossen die Durchflussmenge von 830 m³ und 6 Stunden später am Gaulfossen den Wert von 1200 m³. Der späte Abend zuvor war mit Durchflussmengen am Eggafoss mit 20m³ als normal zu bezeichnen. Spät am Abend setzte dann aber Regen ein und niemand war deshalb beunruhigt. Das Wasser stieg während der Nacht innerhalb weniger Stunden auf Rekordmarken an und verursachte riesige Schäden.

Gaula Flom 2011
Es steigt und steigt

Befreundete Fischer, die in der Region Winsnes ihre Unterkunft hatten, schliefen noch und wurden durch aufmerksame Mitfischer geweckt, als das Wasser schon vor ihrer Tür stand. Bei einem Mitfischer stand das Wasser bereits eine Stunde später einen Halben Meter in seiner Hütte und das obwohl die Hütte auf 1 m hohen Pfeilern steht. Er hatte Glück, die Hütte steht vermutlich nur noch, weil die grösste Wassermasse unter der Hütte hindurch ging.

Gaula Flom 2011
An der Reppe Brücke

Schlechter erging es einem anderen Bekannten der seine Hütte in der Nähe hatte und hier mit der Familie auch schlief. Zum Glück wurde auch hier rechtzeitig Alarm gegeben und sie konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Hütte wurde jedoch von den Fluten erfasst, in 2 Teile zerrissen und von den Fluten mitgenommen. Das vor der Hütte stehende Auto ist nur noch reif für die Schrottpresse. Ebenso wurde eine weitere Hütte eines anderen Nachbarn komplett zerstört und von den Fluten mehrere Hundert Meter mitgerissen.

Gaula Flom 2011
Hinterland von Sæter Hølen

Das Wasser reichte fast bis an die Hauptstrasse, die an mehreren Stellen in den Senken nicht mehr befahrbar war. Besonders schlimm hat es aber die Region Haltdalen und den Ort Ålen getroffen. Hier mussten mehrere Bewohner mit Hubschraubern evakuiert werden, denn auch hier wurden Häuser restlos zerstört und Hütten und Autos weggerissen. Das ganze Ausmass der Schäden ist noch gar nicht abzusehen. Auf den Wiesen haben sich mehrere Lachse in den Vertiefungen eingestellt und mussten später befreit werden. In den Uferbereichen wurden viele tote Smolts gefunden. Viele der Gapahuks (Unterstände) waren nicht mehr auffindbar. Wie viele von den Pools kaputt gegangen sind, das zeigt sich wohl erst in der nächsten Saison.


Weitere Infos gibt es hier ............ Bilder vom Superflom



Quelle: Internet

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Äsche in Dänemark bis 2014 geschützt

Nach Bekanntgabe des geänderten dänischen Fischereigesetzes, ist laut §2, die Äsche ab sofort ganzjährig bis zum 15. Mai 2014 in allen Gewässern geschützt. Danach gilt dann voraussichtlich wieder die alte Schonzeit vom 15. März bis zum 15. Mai. Diese Bekanntgabe trat am 16. Mai 2011 in Kraft.

Weitere Infos gibt es hier ............ Bekanntmachung

Die Äsche steht kurz vor der Ausrottung

In den letzten Jahren wurde immer wieder festgestellt, das die Äsche in sämtlichen dänischen Gewässern rasant auf dem Rückzug ist und nur noch sehr selten in den Gewässern anzutreffen ist, in denen sie früher sehr zahlreich vorhanden war. Dieses belegen sowohl die Fangmeldungen als auch die dokumentierten Protokolle der Elektrofischen. Selbst in den so berühmten Äschengewässern wie Gudenau und Fjederholtau, mit ihren vormals sehr grossen und gesunden Beständen, gab es einen Kollaps und es sind nur noch sehr wenige Äschen vorhanden.

Äsche
aus meinem Archiv - als die Äsche noch ein normaler Speisefisch war

Trotz des langen harten Winters 2009/10 wurden die Kormorane , sowohl in grossen Schwärmen als auch in einzelnen Exemplaren beim Fischen in sämtlichen Auen beobachtet. In diesem Winter hielten sie sich länger an den Auen auf, als im Winter 2010/11. Man nimmt an, im Winter 2011 waren daher schon deutlich weniger Fische vorhanden, als beim 1. Besuch im Jahr davor. Trotz der 2010 um 15% geschrumpften Kormoran Population, (28000 Exemplare in 65 Kolonien) haben sie ganze Arbeit geleistet. Ein Kormoran frisst täglich 1/2 kg bis 1 kg Fisch und wenn so ein Schwarm aus 20-30 Vögeln über einen Bach herfällt, kann dieser sehr schnell fischleer sein.

Kormorane auf Beutezug
ca. 40 Kormorane kommen vom Beutezug an der Gelsau zurück     (März 2010)

DTU Aqua wird demnächst ein Monitoring starten und dabei in alle Richtungen ermitteln. Hier sollen auch mögliche Fischkrankheiten, Klimaveränderung, Umweltbelastung usw. mit einfliessen. Es ist natürlich schwierig etwas zu untersuchen, was bereits gewesen ist. Daher wurde es notwendig, die Äsche zunächst einmal bis 2014 unter totalen Schutz zu stellen.

Man kann nur hoffen, das sich hier die eindeutigen Fakten durch den Kormoraneinfall bewahrheiten und daraus entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Es kann doch nicht angehen, das wir die Räuber die zu nichts gut sind, die mit Millionen von Kronen eingeführten Fischarten wie der Äsche und den Schnäpel, mit diesen stark bedrohten Fischarten durchfüttern.


Quelle: Internet

Nur noch ohne Angstbart

Seit April 2011 ist die Fischerei im gesamten Ribe/Gelsau System, sowie in der Skjernau, nur noch ohne Widerhaken bzw. mit angedrücktem Widerhaken erlaubt. Dieses gilt auch für die Gewässer des Grindsted Sportsfiskerforening. Hier nimmt man besonders Rücksicht auf die bedrohten Fischarten wie Lachs, Schnäpel, Äsche und neuerdings auch der Bachforelle. Vor kurzem stand sie hier auch noch auf der Fangverbotsliste, ist wohl aber mit Hinblick, das man hier überhaupt noch eine Fischart entnehmen darf, dann wieder mit dem neuen Mindestmass von 40 cm freigegeben worden.

Forelle
perfekt und schonend gehakt, auch ohne Widerhaken

Der Verein bittet aber darum, alle gefangenen Bachforellen wieder auszusetzen. Hier muss jeder verantwortungsvolle Fischer dann selber über seinen Fang entscheiden. Die widerhakenlose Fischerei ist daher die einzig richtige Lösung und sollte grundsätzlich auf alle Gewässer ausgedehnt werden. Man verliert mit dieser Methode auch nicht mehr Fische und die Verletzungsgefahr für den Fisch wird dadurch deutlich minimiert. Wenn Ihnen der Erhalt der Fische wirklich am Herzen liegt, fischen Sie doch in Zukunft freiwillig ohne Widerhaken und lassen Sie auch mal wieder einen schwimmen. Dieses beseitigt zwar nicht die Ursache der Probleme, ist aber ein erster Schritt.


Quelle: Internet



Deutlicher Rückgang der heimischen Fischarten

Es ist doch ein Jammer, das scheinbar nur noch die Meerforelle nicht vom Aussterben bedroht ist. Oder ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis für diese ebenfalls Fangverbote ausgesprochen werden? In dem Fall bräuchte man dann gar nicht mehr zum Fischen gehen. Es besteht dringend Handlungsbedarf, besonders für die stationären heimischen Arten wie Bachforelle und Äsche.

Neben dem Schutz der Äsche hat sich der Sydvestjydsk Sportfischerverein nun freiwillig entschieden, die sich ebenfalls auf dem Rückzug befindende Bachforelle in ihren Gewässern unter Totalschutz zu stellen. Damit befinden sich nun mehr Salmonidenarten unter Schutz, als freigegeben sind. Mit Ausnahme eines Lachses dürfen jetzt nur noch Meerforellen entnommen werden, die man ja bekannterweise auch nicht jeden Tag fängt. In der Skjernau ist diese Entnahme inzwischen auch auf nur noch zwei Meerforellen im Jahr begrenzt. Wahrscheinlich auch hier ein Rückgang wegen der zunehmenden Lachspopulation.

aus alten Zeiten
So etwas konnte man früher jedenfalls häufiger erleben

Es muss endlich einmal nach den Ursachen geforscht werden, warum alles den Bach runter geht. Früher war doch alles sehr viel besser und man konnte reichlich Fische fangen. Es sind sicher nicht nur die Kormorane, Otter, Reiher bzw. die Angler die dafür verantwortlich sind. Früher gab es wohl eine bessere ausgewogenere Besatzpolitik, bei der scheinbar die Bachforelle die höchste Priorität hatte. Heute müssen es ja immer nur die anadromen Wanderfische wie Lachs und Meerforelle sein, die den Vereinen anscheinend mehr am Herzen liegen und steigende Mitgliedszahlen erwarten lassen.

Obwohl der Lachs in vielen Gewässern nie heimisch war oder ausgesetzt wurde, gibt es durch Irrläufer steigende Bestände von Lachsen die sich negativ auf die traditionellen Meerforellen- Gewässer auswirken. Hier gibt es den gleichen Zusammenhang wie an den grossen norwegischen Gewässern Gaula bzw. Driva. Nimmt der Lachs zu, nehmen die Meerforellen ab. Dieses belegen die Statistiken. Das gleiche Verhalten besteht aber auch zwischen den Meerforellen und Bachforellen. Hier ein Beispiel von einer norddeutschen Au. Auch hier nahmen mit dem Forcieren der Meerforellen die Bestände der Bachforelle signifikant ab. Man kann also nicht von allen Fischarten nur grosse Populationen im Gewässer haben. Der Raum ist begrenzt und sollte daher für verschiedene Fischarten zur Verfügung stehen. Eine Monokultur ist hier wenig sinnvoll.

Bachforellen und Äschen scheinen derzeit wohl die Wenigsten zu interessieren und deshalb verschwinden diese Arten sicher irgendwann oder sie werden von den grossen Wanderfischen verdrängt. Hier ein paar Zahlen von guten verschiedenen Gewässern der letzten Jahre: Gefangene Meerforellen 500-800 pro Gewässer, gefangene Bachforellen 15-40. Diese transparenten Zahlen lassen sich auf den Vereinsseiten nachprüfen. Obwohl diese Gewässer ideal für die stationären heimischen Fischarten geeignet sind, erkennt man deutlich wo die Schwerpunkte liegen. Ähnliches gilt auch für das genannte norddeutsche Gewässer, wo man in früheren guten Jahren einmal über 800 Bachforellen gefangen hat, werden im Mittel heute nur noch 150 Stück gefangen.


bald fischleer
gibt es hier bald keine Bachforellen mehr ?

Reformen sind dringend nötig

Auch wenn von den Vereinen neue Laichbetten angelegt werden, Fischsperren beseitigt werden, Fangquoten verhängt werden und um Zurücksetzen gebeten wird, es hilft zwar ein wenig, aber ohne echte Reformen wird es sicher auch nicht viel besser. Um hier nachhaltig etwas zu bewegen, müsste man massiv gegensteuern und in grosser Zahl Setzlinge eigener Abstammung aussetzen, widerhakenloses Fischen einführen, Naturköder verbieten, nur noch Einzelhaken zulassen, die Mindestmasse hochsetzen und die persönliche Quote für den Jahresfang runter setzen. Ausserdem müsste man das Kormoranproblem endlich in den Griff bekommen und die heimischen nicht anadromen Arten deutlich fördern.

All dieses müsste ohne Abstimmung der Mitglieder von den Vorständen so beschlossen werden, denn wenn die Mitglieder erst Einfluss darauf nehmen können, kommt dabei sowie nichts gescheites heraus. Ich habe selbst an mehreren Versammlungen teilgenommen, bei denen die Mehrheit immer wieder gegen die Reformen gestimmt hat. Es müsste also von Oben verordnet werden, auch wenn der Verein dabei zunächst einige Wurmbader verlieren würde. Dabei würde es sicher wieder zu einem Mitgliederaufschwung kommen, wenn sich die Lage wieder normalisiert hat.


Catch & Release
Catch & Release ist keine Dauerlösung

Als Mitglied mehrerer dänischer Vereine bemerke ich vermehrt Austritte von unzufriedenen Mitgliedern. Einem grossen Verein mit früherem Top Gewässer sind bereits über 300 Mitglieder weggelaufen, warum wohl? Dieses könnte zur Folge haben, das die Beiträge drastisch erhöht werden müssten. Es könnte aber auch sein, das dadurch dann noch mehr Mitglieder abwandern und Teile der Strecke nicht mehr bezahlt werden können. Schlimmstenfalls könnte sich der Verein wegen Insolvenz auflösen. Aber soweit darf es einfach nicht kommen.

Man sollte sich hier wieder auf die guten alten Zeiten besinnen und schnellstens handeln, denn nicht alle wollen nur Meerforellen und Lachse fangen. Wem nützen die schönsten Gewässer etwas, wenn man hier fast keine heimischen Fische mehr fängt oder zurücksetzen muss. Damals, als die Bachforelle noch der Hauptfisch war, musste man an den Top Gewässern mehrere Jahre auf die Mitgliedschaft warten. Heute trifft man nicht einmal andere Fischer am Gewässer. Das sagt doch wohl alles. Noch besteht aber die Chance hier etwas positiv zu verändern, man muss nur etwas umdenken und es auch wollen.


Quelle: Internet



Killeralgen in Dänemark

In diesem Jahr (2011) wurde die dänische Ostseeküste besonders schwer von der toxischen Plankton-Alge Chattonella heimgesucht. Die Verbreitung der Alge war am stärksten von Greena abwärts bis in die Buchten Schleswig-Holsteins zu beobachten. Die Algenblüte begann bereits im Februar und hielt zum Teil bis in die erste April-Woche an. Danach aber waren die meisten Küstenabschnitte wieder problemfrei.

Killeralge Chattonella
Killeralge Chattonella

Verursacht wurde diese Algenexplosion vermutlich durch sehr hohe Stickstoff- und Phosphoreinträge. Die schnelle Algenblüte wurde zusätzlich durch starke Sonneneinstrahlung begünstigt und hat eine Konzentration vom 40fachen des tödlichen Wertes für die Fische und dessen Nahrungskette angenommen. Hierbei sind natürlich viele Fische und Beutetiere zu Tode gekommen, dieses belegen die zahlreichen Funde. Die Kiemen setzen sich mit den Partikeln voll und die Fische ersticken qualvoll. Selbst Dorsche, die normalerweise in tieferen Regionen leben, wurden angespült.

Die Küsten von Fünen bis nach Süd-Jütland glichen einer braunen giftigen Brühe, die völlig undurchsichtig war. Die Konzentration von 19 Millionen Zellen pro Liter Wasser, war noch nie so hoch wie in diesem Jahr und sind ein Zeichen, sich für die Zukunft ernsthaft Sorgen zu machen. Das erste Mal tauchte Chattonella 1998 an der Jütländischen Westküste auf und es gab ebenfalls Probleme in den norwegischen Netzkäfigen mit vielen Tonnen toter Fische. Seitdem tauchte die Chattonnella fast jedes Jahr wieder auf, doch noch nie waren die Folgen so dramatisch.

Killeralge Chattonella
Überall braune Suppe

Viele Fischer sind im März umsonst angereist, denn erst nach der ersten Aprilwoche waren die meisten Küstenabschnitte wieder befischbar. Es war deutlich zu merken, es gab kaum Futterangebote in den Flachwasserbereichen und Fische wurden auch nur hier und dort gefangen. Jetzt, Ende April, habe ich aber immer noch Chattonella am Hejsager Strand entdeckt, die mir ein Fischen an diesem Küstenabschnitt unmöglich machten. Aber inzwischen kann wohl wieder Entwarnung gegeben werden.


Quelle: http://www.sportsfiskeren.dk/giftalge-haerger-sportsfiskerne-bedes-rapportere-doede-fisk

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Neues Mautsystem in Norwegen

Inzwischen ist in Norwegen die Benutzung mit Fahrzeugen von fast allen mautpflichtigen Strassen, Tunneln usw. auf die vollautomatische Erfassung aller Benutzer umgestellt worden. Das System nennt sich AutoPass. Die Einführung ist still und leise vorgenommen worden, so das dieses gar nicht alle Norwegen-Touris mitbekommen haben. Man hat sich immer nur über die abgebauten Bezahlstationen gewundert und angenommen, die Baukosten der Strasse wären inzwischen bezahlt. Dieses ist jedoch nicht der Fall!

Die Bezahlung der Mautstrecken kann auf verschiedene Arten beglichen werden: mit Chip, Vorausbezahlung, mit Registrierung und Kreditkarte oder ganz einfach hinterher bei einer gekennzeichneten Tankstelle. Wer diese Möglichkeiten der Bezahlung nicht nutzt, wird auf jeden Fall eine Zahlungsaufforderung einer englischen Eintreiber-Gesellschaft erhalten. Angeblich wird nur der genaue Betrag eingefordert, aber auch hier kann man in Blogs lesen, das hier Strafzuschläge erhoben wurden. Man muss sich in so einem Fall auf einen regen Schriftwechsel mit der Betreibergesellschaft einstellen.

Auf jeden Fall wird aber derjenige mit Strafe belegt, der trotz vorhandener Bezahlstation keine der vorher angegebenen Möglichkeiten genutzt hat und bei Automatischer Erfassung durchgefahren ist. Es werden grundsätzlich alle Fahrzeuge erfasst und man muss mit einer Quittung rechnen, aber dieses kann bis zu einem halben Jahr dauern. Wird diese nicht innerhalb von angegebenen Fristen beglichen, kommen neue Zuschläge hinzu. Es macht also keinen Sinn sich dieser Abzocke zu entziehen.

Genauere Hinweise zu Strassen und Gebühren erhalten Sie hier ... AutoPass

Straffere Regeln für Lachsfischer in Norwegen

Wegen der zurückgegangenen Bestände von Lachsen und Meerforellen sind für 2010 straffere Regeln in fast ganz Norwegen verabschiedet worden. So wurden diverse Flüsse für die Fischerei komplett gesperrt, die Saison verkürzt, die Fischzeiten am Tage reduziert, Köderbeschränkungen erlassen, Schonstrecken bestimmt und letzlich die Menge der Entnahmen weiter reduziert. In einigen Flüssen ist die Meerforelle jetzt total geschützt worden. So dürfen z.B. in der Gaula in Trøndelag max. 8 Lachse im Jahr entnommen werden. Die Tagesquote ist ein entnommener Lachs, danach ist die Fischerei für den Tag sofort zu beenden, ausser man released den Fisch, dann darf weiter gefischt werden. Max. 4 Lachse dürfen das Mass von 80 cm überschreiten. Der 5. Lachs über 80 cm muss unverzüglich released werden. Es darf aber weitergefischt werden, bis die Quote von 8 Lachsen erreicht ist. Danach ist die Fischerei bis Jahresende einzustellen.

Die Gier der Menschen

Wie mir Insider berichteten, halten sich jedoch längst nicht alle Fischer an diese Regeln. So kam mir zu Ohren, das es Fischer gab, die über 20 Fische in der Truhe hatten und alles über der Quote entweder in der Fangstatistik als "Catched and Released" angaben oder eben garnicht reportet haben. Dieses sind leider keine Einzelfälle, sondern Realität und gegen diese Leute sollte man drastisch vorgehen und Fischverbote aussprechen. Aber leider findet hier kaum Kontrolle statt und es wird sicher so weitergehen. Hier sollten aber verantwortungsvolle Mitfischer die Dinge im Auge haben und die schwarzen Schafe ermahnen. Wer so gierig ist, hat am Wasser nichts verloren, denn Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden.

Problemzone Meer

Auch wenn in diesem Jahr eine leichte Erholung zu bemerken ist, so ist es noch lange kein Grund "Hurra" zu schreien. Dieses muss nicht unbedingt eine Folge der beschlossenen Massnahmen gewesen sein, obwohl diese in die richtige Richtung gehen. Es gab schon immer diese Schwankungen in der Statistik, welche aber von ganz natürlichen Parametern abhängig waren. Das grösste Problem liegt aber nach wie vor im Meer und für die Beseitung besteht dringend Handlungsbedarf. Es sind ja nicht nur die Angler alleine die für das Schrumpfen der Bestände verantwortlich sind, sondern vielmehr rücksichtslose Fangflotten, Fjordnetze, zuviele Fischfarmen in den Fjorden mit den daraus resultierenden Meerlaus-Problemen, Gyrodactilus und allgemeine Umweltprobleme. Nur wenn alle genannten Ursachen massiv weiter reduziert würden, hätten die Lachs- und Meerforellenbestände in Zukunft eine reelle Chance sich deutlich zu erholen. Aber die Zeitbombe tickt und es ist bereits 5 vor 12 - wenn jetzt nicht gehandelt wird, sieht die Zukunft der Wildfische sehr düster aus.

Hier gibt es ausführliche Informationen ... www.nmf.no

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Erfreuliches zu MeFo und Lachs

Die Bestände an Lachsen und Meerforellen für Schleswig-Holstein gelten als gesichert. Umfangreiche Massnahmen wie Biotopverbesserungen und der freiwillige Einsatz von Anglern und Jägern, sowie Schutzgemeinschaften haben sich positiv auf die Bestände ausgewirkt. So wurden in SH von sehr vielen Vereinen in Eigenregie E-Befischungen durchgeführt und die gefangen Fische für die Aufzucht in eigenen Brutanlagen genutzt. Diese eigenen Anlagen haben oftmals Kapazitäten für bis zu 200 000 Eier. Vereine ohne eigene Anlage haben diese dann in Altmühlendorf bei Albrecht Hahn zur Laichgewinnung abgeliefert. Ausserdem ist Ali selber mit seiner Truppe von Oktober bis Weihnachten in ganz Schleswig-Holstein aktiv, um die Bestände für dieses Bundesland zu sichern. Dabei sind es nicht nur Meerforellen und Lachse, sondern auch Bachforellen und Schnäpel die hier erbrütet werden. Die Anlage hat eine Kapazität für 1.5 Mio. Brütlinge. Parallel dazu ist Lachsvater Hartwig Hahn aus Aukrug mit seiner Truppe im Stör-System unterwegs und sorgt für reichlich Nachwuchs. Er konnte in 2009 einen sagenhaften Lachs von ca. 20 kg für die Aufzucht entnehmen. In Aukrug hat die Anlage eine Kapazität für ca. 600 000 Brütlinge.

Ali hat reichlich zu tun
Ali hat alle Hände voll

Thorolf mit gewaltiger MeFo
Thorolf mit strammer Meerforelle aus Norddeutschland

Hans mit Lachs-Rogner
Hans mit Lachs Rogner


Das dänische Center für Wildlachs DCV exportierte z.B. 2006 ca. 250 000 1-jährige Lachse mit Abstammung von Wildlachsen aus dem Skjern Au System nach Deutschland. Dazu kamen auch 300 000 Brütlinge und 1/2 jährige. Dann kam die selbst aufgelegte Brut von den ersten Rückkehrern dieser Lachse dazu. Inzwischen liegt der Wiederfang mit dem Elektrogerät pro Gewässersystem im Bereich 10-50 Lachse, mit steigender Tendenz. Hier zeigen sich die in der Vergangenheit gemachten Bemühungen bereits deutlich. Es werden inzwischen Lachse jenseits der 10 kg Marke gefangen und das nicht nur elektrisch - auch einige Glückspilze konnten Prachtfische mit der Rute vor ihrer Haustür fangen.

Glückspilz Jürgen
Glückspilz Jürgen mit Blanklachs - quasi vor der Haustür gefangen - in Zukunft nicht unmöglich


Bei Kontroll-Befischungen wurden inzwischen reichlich Junglachse festgestellt, die dann in Zukunft hoffentlich auch am Laichgeschäft teilnehmen werden. In 2009 konnten wir ebenfalls 5000 Stück 1-jährige vom DCV in Empfang nehmen, dazu kommen noch mehrere Tausend selbst aufgelegter Lachs-Eier, so das es für die Zukunft gar nicht so schlecht aussieht.

Übernahme von 5000 Skjern Au Lachsen
5000 Lachse mit Skern Au Abstammung für eine norddeutsche Au

fertig zum Aussetzen
Lachse für den Norden


Bei den Meerforellen ist die Bilanz noch sehr viel besser. Die inzwischen stabile Population ist nur dem harten Einsatz von freiwilligen Helfern zu verdanken, sowie von Ali und Hartwig Hahn, die für die Verbreitung in ganz Schleswig-Holstein gesorgt haben. So wurden bei Elektrobefischungen innerhalb weniger Stunden sagenhafte Fänge mit bis zu 70 Meerforellen in den grösseren Gewässer-Systemen gemacht. Spitzenreiter war hier eine kleine norddeutsche Au, bei der vor Jahren noch kein nennenswerter Aufstieg vorhanden war. Nur durch freiwillige Arbeit, wie der Einbringung von Kiesbetten, Renaturierung und dem Aussetzen von Brutfischen, ist es hier der Jägerschaft, welche eng mit Anglern und einer Schutzgemeinschaft zusammen arbeitet, gelungen diese Au zu aktivieren. Inzwischen wurden in dieser kleinen Au auf 500 m Bachlauf ca. 160 Meerforellen beim E-Fischen gefangen. Diese Au ist zum Angeln absolut uninteressant und ausserdem herrscht hier absolutes Angelverbot. Die Fische steigen im Spätherbst nur bei passendem Wasserstand ein, laichen ab und sind wieder weg. Man sieht also die Wichtigkeit dieser kleinen unscheinbaren Auen die direkt ins Meer münden. Hier ist noch reichlich Potential vorhanden und dieses Beispiel sollte Schule machen. Man sieht also immer wieder, von nichts kommt nichts, also werdet aktiv.

laichende Meerforellen in Norddeutschland
Lohn intensiver Arbeit - laichende Meerforellen in einer kleinen norddeutschen Au


Unerfreuliches zu MeFo und Lachs

Wo viel Licht ist, da ist auch Schatten. Negativ an dem Aufschwung ist nur, dass dies auch die Fischer merken und hier reichlich abernten. Dabei nehmen sie auch Strafen in Kauf, welche viel zu lasch sind. Selbst wenn man ihnen ein zu dicht unter Land liegendes Netz wegnimmt machen sie weiter und bei ihren nächsten Raubzügen hat sich das neue Netz bereits wieder bezahlt gemacht. Da hier überwiegend die Nebenerwerbsfischerei auffällt, sollte man einmal darüber nachdenken diese Art der Fischerei völlig zu verbieten, denn es passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Alte Zöpfe sollte man einfach mal abschneiden, denn diese Gruppe gefährdet ernsthaft die Arbeit der vielen Freiwilligen. Es darf einfach nicht angehen, das hier die Stellnetze in grosser Anzahl um die Mündungen ausgelegt werden und die erfolgreiche Arbeit wieder zunichte gemacht wird.

Netze 20m vom Ufer weg
Netze - keine 20m weg


Ebenso müsste die intensive Netzfischerei in der Treene bei Friedrichstadt komplett abgeschafft werden, denn auch hier wird reichlich abgeerntet, von dem was die Angler säen. Nicht umsonst wird dort Meerforelle als Treene-Lachs angeboten, denn damit lässt sich ja gutes Geld verdienen. Ganz problematisch ist die Senknetzfischerei in Schüttsiel, welche den Schafflundern die jahrelange Besatzarbeit mit Lachsen zu schaffen macht. Hoffentlich verschwinden die Netze nicht erst dann, wenn es keine Fische mehr gibt. Man kann nur hoffen, das die Politiker jetzt endlich einmal aufwachen und das man auf die Schlafmützen unter ihnen einfach mehr Druck ausübt. Sie glauben wohl, es sind ja nur Fische und die sieht man sowieso nicht. Gerade jetzt besteht hier absolut Handlungsbedarf, meine Herren - oder wollen Sie auf die Stimmen der Anglerschaft in Zukunft verzichten ? In Deutschland sind immerhin 1.5 Mio. Angler in Vereinen oder Verbänden organisiert.

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Abscheuliche Gräueltaten in Eckernförde

Tatort in Eckernförde, einer auch für Angler interessanten Kleinstadt zwischen Kiel und Flensburg an der Ostseeküste. Ausgerechnet am Erntedanktag haben einige sogenannte Sportfreunde oder Passanten diesen ehrwürdigen Tag missverstanden und fürchterliche Gräueltaten begangen. So war an diesem Tag wegen des sehr starken Westwindes das Wasser weit aus der Bucht getrieben und gab die Sandbänke frei. In den zurückgebliebenen Senken haben sich Pfützen gebildet und jede Menge Meerforellen und Butt waren darin eingeschlossen. Sie waren weitgehend vom Freiwasser abgeschnitten und kämpften ums nackte Überleben. Dieses hat wohl auch die besagte "Schlachtertruppe" entdeckt und sich mit Wathose, Kescher, Forken usw. ausgerüstet. Hiermit wurden die Fische dann zu Tode gehetzt und aufgespiesst bzw. mit schwerem Angelgerät gerissen.

3 Leidensgenossen
3 Leidensgenossen

Wie mir ein vertrauenswürdiger Augenzeuge versicherte, hatten die Übeltäter ein leichtes Spiel und waren über die gute Ausbeute hoch erfreut. Auf dem Trockenen lagen bereits mehrere brutal erbeutete und verletzte Meerforellen und Plattfische. Einige haben sogar grosse Behälter mitgebracht, um die Beute besser abtransportieren zu können. Es waren die gleichen Kisten, wie sie auch die Fischer und Nebenerwerbsfischer benutzen. Da ich hier niemand verdächtigen möchte, sollte ein jeder seiner Vorstellungskraft freien Lauf lassen.

eine von vielen
eine von vielen

Das fatale daran, die Meerforellen hatten bereits Laichfärbung angenommen und sind seit dem 1. Oktober nach der Fischereiordnung geschützt - deshalb dürfen sie weder getötet noch vermarktet werden. Einige dieser Fische hatten das "Parademass" von mehr als 75 cm und können nun nicht mehr am Laichgeschäft teilnehmen. Darauf angesprochen erwiderte einer dieser Schlachter nur
"Die Fische wären hier sowieso krepiert". Es war in diesem Jahr bereits das 2. Gemetzel dieser Art und so etwas darf sich in Zukunft einfach nicht mehr wiederholen. Darauf muss nicht nur die Anglerschaft ein Auge werfen. Jedermann kann solches Treiben bei der Polizei melden und diese Typen sofort zur Anzeige bringen.

brutal erschlagen
brutal erschlagen

Pfui, man müsste die gleichen Waffen gegen diese gemeinen Straftäter einsetzen

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Endlich fertig gestellt

Nach langer Planung und 6 monatiger Bauzeit wurde endlich das Schnäpel-Projekt "Vidå" an der über 400 Jahre alten Bachmann Mühle in Tondern umgesetzt. Dieses gehört zum EU Projekt Natura 2000. Damit können jetzt die seltenen Nordseeschnäpel ungehindert zu ihren Laichplätzen ziehen. Hiervon profitieren natürlich auch alle anderen Fischarten. Der Schnäpel ist eine von der EU am stärksten geschützte Fischart und steht daher auf der Roten Liste ganz oben. Zuvor war hier an der Mühle eine Treppe installiert, welche für die Schnäpel unüberwindbar war. Nun geht ein ca. 500m langer Umlauf um den alten Stausee, der trotzdem seinen Wasserspiegel halten kann. Super gemacht. Damit ist dem Schnäpel zum 1. mal seit über 400 Jahren der Weg zum Ablaichen an die oberen Laichbänke ermöglicht.

Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern

Der Schnäpel ist ein Salmonide, der nur im Wattenmeer der Nordsee, etwa von Holland bis Mittel-Dänemark vorkommt. Noch vor nicht allzu langer Zeit galt diese Fischart als ausgestorben und es gab nur noch geringe Restbestände im Vidå System. Frühere Rettungsversuche durch das massenhafte Einbringen von Brüt- und Setzlingen hatten leider keinen Langzeiteffekt und deshalb beseitigt man jetzt das Übel an der Wurzel und schafft damit Zugang zu neuen Laichgebieten. Heute beträgt der geschätzte Bestand nur ca. 7000 Exemplare, deshalb auch die ganzjährige Schonung. Mit den laufenden Projekten werden sich die Bestände ganz sicher erholen und vor dem Aussterben gerettet. Sie laichen bisher jedoch nur im südlichen Dänemark sowie in der norddeutschen Treene ab.

Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern

Es sind noch weitere Projekte an Ribe-, Varde- und Sneum-Au geplant. Insgesamt werden für das ganze Schnäpelprojekt ca. 100 Mio. Kronen ausgegeben, wovon die EU Fördermittel in Höhe von 60 Mio. Kronen übernimmt. Neben dem abgeschlossenen Skjernau Projekt ist dieses Schnäpelprojekt das grösste Projekt in Dänemark. Es umfasst 13 Sperren die verschwinden sollen, sowie die Restaurierung von Laichplätzen. Damit stehen dem Schnäpel dann zusätzliche 130 km Flusslauf mit besten Laichgebieten zur Verfügung. Mit diesem gewaltigen Projekt ist ein grosser Schritt zur Rettung der Nordsee Schnäpel gemacht.

Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern


Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern


Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern


Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern


Bachmann Mühle Tondern
Bachmann Mühle in Tondern


Wenn Sie bei Youtube einen Film davon sehen möchten, klicken Sie bitte auf die unteren Links
Sollte der Film nicht sofort ablaufen, fehlt Ihnen evt. Java oder ein aktueller Flash Payer


www.youtube.com/watch?v=XmIM70iromo ..............Baggerarbeiten in Tondern
www.youtube.com/watch?v=ZgfZjzihkqw ..............Fertigstellung des Projektes


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